Vom 10.–21. November 2025 treffen sich Vertreter*innen aus aller Welt in Belém, Brasilien, um über Klimaziele, den Schutz von Wäldern, erneuerbare Energien und globale Klimagerechtigkeit zu diskutieren.
Wir teilen diese Informationen, weil einige Sitzungen live gestreamt werden und Lernenden sowie Interessierten weltweit die Möglichkeit bieten, internationale Klimadebatten direkt zu verfolgen.
Agenda & Schwerpunkte:
Nationale Klimabeiträge (NDCs): Erhöhung der Klimaziele auf 1,5 °C
Klimafinanzierung & Anpassung: Unterstützung besonders vulnerabler Regionen
Naturbasierte Lösungen & Biodiversität: Schutz von Wäldern und indigenen Gebieten
Energie & Dekarbonisierung: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Biokraftstoffe
Beteiligung & Gerechtigkeit: Jugend, indigene Gruppen und lokale Akteure
Lasst uns gemeinsam reflektieren, wie weit wir im transformativen Lernen vorangekommen sind: Welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Handlungskompetenzen konnten wir entwickeln, um Wissen in konkrete Projekte, Kooperationen und selbstwirksames Handeln umzusetzen – lokal wie global?
Am 26. November 2025 feiern wir unser traditionelles BBQ-Fest & die Graduierungsfeier der Kohorte 2025 II. Freut euch auf Glühwein, Feuerschale, Musik und Tanz in stimmungsvoller Atmosphäre.
Im Oktober wurde die Stadt Aachen zum europäischen Zentrum der Debatte über die Zukunft naturbasierter Lösungen (Nature-based Solutions, NBS). Beim LAND4CLIMATE Mid-term Forum, das am 6. Oktober 2025 von der RWTH Aachen University ausgerichtet wurde, kamen Dutzende Expertinnen und Experten, Wissenschaftler, Vertreter von Kommunen sowie europäische Projektpartner zusammen. Gemeinsam suchten sie nach Antworten auf die Frage, wie sich NBS aus Pilotprojekten in die Breite von Politik und Praxis überführen lassen – und die Partner des EUKI-ELCA-Projekts waren mit dabei.
Die Atmosphäre war lebendig, interaktiv und von intensivem Austausch geprägt. Das Forum fand im Rahmen der NBS4EU Cluster Initiative statt, die sieben Projekte im Horizon-Europe-Programm miteinander verbindet. Die Eröffnungsrede hielt Professor Erik Andersson von der Universität Helsinki. Seiner Ansicht nach liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Zusammenarbeit vieler Akteure – von Wissenschaft und Stadtplanung bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern. „Erfolgreiche naturbasierte Lösungen beruhen auf Partnerschaften zwischen vielen Beteiligten. Doch uns fehlt noch immer die stärkere Einbindung des Privatsektors. NBS sind dort besonders wirkungsvoll, wo sie zu einem gemeinsamen Anliegen werden – nicht nur eine technische Maßnahme, sondern ein Raum gemeinsamer Werte.“
Er betonte, dass Europa in den vergangenen Jahren erheblich in städtische NBS investiert und sich damit als globaler Vorreiter positioniert habe. Gleichzeitig wies er auf bestehende blinde Flecken hin: Die meisten städtischen Projekte konzentrieren sich auf neue oder umgestaltete Flächen, während der Schutz und die Wiederherstellung bestehender Ökosysteme oft übersehen werden. Darüber hinaus gefährden technologische und institutionelle Lücken die langfristige Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit vieler Vorhaben.
Von der Politik zur Praxis: Vier Themenblöcke
Nach der Plenarsitzung am Vormittag folgten vier parallele Themenforen, die zentrale Fragen der Umsetzung naturbasierter Lösungen behandelten:
Wirkungsnachweise und Skalierbarkeit von NBS – Wie lassen sich die Effekte naturbasierter Lösungen messen? In der Diskussion wurde deutlich, dass ohne hochwertige Daten und langfristiges Monitoring Entscheidungsträger nur schwer von ihren Vorteilen überzeugt werden können.
Räumliche Anforderungen von NBS – Welche Flächenbedarfe haben NBS? Wie lässt sich der Ausgleich zwischen Flächenschutz, Urbanisierung und Landwirtschaft gestalten?
Finanzierungsstrategien und politische Rahmenbedingungen – Wie können NBS finanziert und in politische Strategien eingebettet werden? Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine dauerhafte Finanzierung nur durch eine Kombination öffentlicher und privater Mittel möglich ist.
Herausforderungen bei der Umsetzung und Wege zu ihrer Überwindung – Was verhindert die breitere Anwendung von NBS in der Praxis? Die Hindernisse reichen von gesetzlichen Barrieren bis hin zu mangelnden lokalen Kapazitäten und fehlendem geteilten Wissen.
Das abschließende Panel „From Projects to EU Cohesion Policy“ betonte, dass die EU-Kohäsions- und Strukturfonds naturbasierte Lösungen stärker berücksichtigen müssen – nur so können Pilotinitiativen zu systemischen Instrumenten der Regionalentwicklung werden.
Die tschechische Erfahrung: Wiederaufbau nach Tornado und Sturzfluten als Chance
Auch das tschechische Team des EUKI-ELCA-Projekts brachte seine Erfahrungen in die Diskussionen ein – unter anderem mit Einblicken aus Moravská Nová Ves, einer Gemeinde, die 2021 von einem verheerenden Tornado getroffen wurde. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung entwickelte die Organisation People in Need einen Klimaschutzplan, der naturbasierte Maßnahmen sowohl zur Wiederherstellung als auch zur Prävention zukünftiger Risiken nutzt – und dessen Umsetzung nun begonnen hat.
„Nach der Katastrophe wollten wir nicht einfach nur das Zerstörte wiederaufbauen – wir wollten etwas Widerstandsfähigeres schaffen“, sagte Jiří Fila, stellvertretender Bürgermeister von Moravská Nová Ves, der am Forum teilnahm. Das Projekt zeigt, dass die Verknüpfung von Biodiversität, Bürgerbeteiligung und Wirkungsbewertung naturbasierte Lösungen zu einer sozialen wie ökologischen Innovation macht.
Roman Klecker vom Hodonín-Büro von People in Need stellte in den Nachmittagsworkshops konkrete NBS-Maßnahmen zur Hochwasserprävention in Dolní Bojanovice vor und sprach über die Herausforderungen bei ihrer Umsetzung. Das Thema stieß bei den anwesenden Wissenschaftlerinnen und Forschern auf großes Interesse und führte zu angeregten Diskussionen sowie gemeinsamen Überlegungen zu neuen Lösungsansätzen. Insgesamt machte die Konferenz in Aachen deutlich, dass naturbasierte Lösungen keine vorübergehende Modeerscheinung, sondern ein zentraler Pfeiler im Klimaschutz sind. Sie verbinden Wissenschaft, Innovation und die menschliche Dimension – und zeigen, dass die Zukunft europäischer Städte und Regionen mit der Natur gebaut werden kann, nicht gegen sie.
Author: Tereza Ocetková, Communication Coordinator, PIN
Am 22. November 2025 findet in Siegburg die 13. Auflage der ENGAGEMENT WELTWEIT statt – Deutschlands einzige Fach- und Jobmesse rund um internationale Zusammenarbeit, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Friedensarbeit. Studierende aller Fachrichtungen, Berufs- und Quereinsteiger*innen sowie erfahrene Fachkräfte können sich hier über Karrieremöglichkeiten, Qualifizierungen und aktuelle Trends in der EZ informieren. Neben den Infoständen der verschiedenen Organisationen und Institutionen könnt ihr euch auf das spannende Rahmenprogramm zum Thema „Engagement Weltweit: Zusammenhalt und Transformation in herausfordernden Zeiten“ freuen! Jetzt informieren und Ticket sichern: http://www.engagement-weltweit.de
Am 22. November 2025 im Rhein Sieg Forum, Siegburg informieren wir über unsere praxisnahe Vollzeit-Weiterbildungen in der Entwicklungszusammenarbeit & Humanitären Hilfe / im internationalen und kommunalen Klimaschutz.
Unsere Programme verbinden 4 Monate Intensivseminare mit einem 8-wöchigen Praktikum oder Job und werden von erfahrenen Trainer*innen begleitet:
– Coordinator in International Project Management in DC (IPM)
– Coordinator in International Climate Protection & Adaptation in DC (CPA)
– Coordinator in Development Cooperation – Monitoring & Evaluation (M&E)
– Koordinator/in für Klimaschutz & Ressourcenmanagement (KUR)
– Koordinator/in für Erneuerbare Energien & Energiemanagement (KEE)
Unsere Weiterbildungsprogramme sind nach AZAV zertifiziert und können zu 100% durch Bildungsgutschein der Agenturen für Arbeit oder Jobcenter gefördert werden.
Nächster Programmstart: 3. November 2025 – 30. April 2026 (Präsenz in Witzenhausen, hybrid oder online). Ein laufender Einstieg ist möglich.
Interessierte können sich jederzeit bewerben – bitte senden Sie ein kurzes Motivationsschreiben und Ihren Lebenslauf an info@gne-witzenhausen.de. Wir senden Ihnen gerne ein Bildungsangebot zu.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und auf Ihren Besuch in Siegburg!
Das EU-Projekt LAND4CLIMATE untersucht in sechs Pilotregionen, wie Nature-Based Solutions (NBS) – naturnahe Maßnahmen wie Tiny Forests, Sponge Cities oder Küstendünen – Ursachen und Auswirkungen von Klimaextremen mindern können. Die Maßnahmen nutzen natürliche Prozesse, um Risiken durch Hitzewellen, Überschwemmungen oder Küstenerosion zu reduzieren, und bringen gleichzeitig die gewünschten Co-Benefits: verbesserte Biodiversität, saubere Luft und Wasser, CO₂-Speicherung, Erholungsräume und Bildungsangebote.
Eine integrierte Bewertungsmethodik prüft die Wirksamkeit, Effektivität und Effizienz dieser NBS. Dabei werden ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt: Risikominderung, Skalierung, öffentliche Akzeptanz, Zugang zu Natur, Gesundheitsvorteile sowie Lern- und Empowerment-Effekte in der Bevölkerung. Die Wirkung wird modellgestützt über verschiedene Zeithorizonte bewertet – von der heutigen Situation bis zu Projektionen für 2031–2060 unter moderaten und starken Klimaszenarien.
LAND4CLIMATE liefert schon in der Halbzeit fundierte Empfehlungen für Politik und Praxis, um NBS langfristig wirksam, effizient und gesellschaftlich tragfähig zu gestalten. Interessierte können mehr über die Pilotprojekte, wissenschaftliche Methoden und Co-Benefits erfahren – und die Ansätze vielleicht selbst erleben oder weiter erforschen.
zum 12. Mal findet im November das Barcamp Renewables rund um die Themen erneuerbare Energien und Energiewende in Kassel statt. Und wir würden uns freuen, euch mit dabei zu haben!
Ein Barcamp lebt von der Vielfalt seiner Teilnehmenden – oder im Barcamp-Sprech: Teilgebenden. Denn bei unserem Barcamp gibt es ein Motto, aber kein vorab feststehendes Programm. Stattdessen können alle, die möchten, einen eigenen Session-Vorschlag einbringen und das Programm wird gemeinsam zu Beginn des Barcamps abgestimmt. Die Spannung ist also hoch bis zuletzt.
Bei unserem diesjährigen Motto „Alle Hände für die Energie“ soll es um Teilhabe und Partizipation gesellschaftlicher Gruppen in der Energiewende gehen. Und hier seid ihr gefragt: Ist das ein Thema, was dich interessiert oder womit du dich beschäftigst? Kennst du jemand, dessen Perspektive in diesem Rahmen auch sichtbar sein sollte? Dann kommt gerne dazu:
Barcamp Renewables
November ab 17:30 Uhr:
Auftaktveranstaltung im Gleis 1, Kulturbahnhof Kassel
November 8:30 – 16 Uhr:
Barcamp in der SMA Solar Academy, Niestetal
Die kostenfreie Anmeldung und mehr Barcamp-Infos gibt’s hier: Barcamp Renewables
Das Barcamp Renewables ist eine Kooperationsveranstaltung von den Energiebloggern, dem deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. und der SMA Solar Technology AG. Im Zentrum stehen Austausch & Networking rund um die Themen erneuerbare Energien und Energiewende. Eingeladen sind alle Energiewende-Interessierten – egal ob Vertreter*innen aus Unternehmen und Organisationen, Blogger*innen und Multiplikator*innen oder interessierte Privatleute. Dank unserer Sponsor*innen – darunter auch die GNE Witzenhausen – ist das Barcamp für alle Teilgebenden kostenfrei!
Wir freuen uns, die Urkunde der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima zu präsentieren. Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie hier: https://allianz-entwicklung-klima.de/
Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima lädt zum Sustainable Development Future Forum 2025 vom 1. bis 2. Oktober 2025 im Humboldt Carré in Berlin ein.Die Veranstaltung bietet inspirierende Vorträge, interaktive Diskussionsrunden und praxisorientierte Workshops.Teilnehmende haben die Möglichkeit, mit Expert:innen und Gleichgesinnten aus verschiedenen Branchen und Regionen ins Gespräch zu kommen und wertvolle Netzwerke zu knüpfen.
Die Weiterbildungsprogramme der Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung (GNE) waren für mich der fehlende Baustein, um endlich in dem Bereich beruflich Fuß zu fassen, in dem ich mich immer gesehen habe: in der menschenrechtlichen Projekt- und Advocacy-Arbeit.
Ich habe das sechsmonatige Programm „Coordinator in Climate Protection and Adaptation (CPA)“ der GNE zum März 2025 erfolgreich absolviert. In dieser intensiven Zeit vertiefte ich Methoden des Projektmanagements, lernte Förderkriterien öffentlicher Geber von Grund auf kennen und erarbeitete anhand praxisnaher Case Studies belastbare Antragslogiken. Dieses Wissen war der Schlüssel, um meine nächste Station wirklich wirksam zu gestalten.
Direkt im Anschluss folgte ein zweimonatiges Praktikum bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) – kurz, aber richtungsweisend. Mein Schwerpunkt lag auf einer internen Analyse, wie förderfähig unsere Strukturen und unsere Arbeit im damaligen Zustand tatsächlich waren: Welche Prozesse, Kapazitäten und Nachweise braucht eine überwiegend spenden- und beitragsfinanzierte NGO, um künftig auch größere öffentliche Mittel einwerben zu können? Auf Basis dieser Analyse konzipierte und leitete ich interne Schulungen, in denen wir gemeinsam definierten, welche Abteilungen wann welche Daten liefern müssen, wie Compliance-Risiken minimiert und Wirkungsindikatoren messbar gemacht werden können – ein Prozess, der bis heute andauert.
Parallel entwarf ich ein zweijähriges Pilotprojekt zum Thema „Green Transition in Sápmi“ – ein Konzept, das den Kern des „Free, Prior and Informed Consent“ (FPIC) in den Mittelpunkt stellt und sich explizit auf die UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP) sowie die ILO-Konvention 169 stützt. Außerdem bereitete ich eine Delegationsreise einer sudanesischen Partnerorganisation zur 59. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats vor, inklusive Logistik, Briefings und Side-Event-Registrierungen.
Seit April 2025 unterstütze ich die GfbV-Geschäftsführung als Referent. Viele der genannten Tätigkeiten begleite ich nach meinem Einstand weiter. Mein Arbeitsalltag vereint strategische Weitsicht und operatives Detail: Ich strukturiere Geschäftsleitungssitzungen, verfasse Länder- und Themenbriefings bzw. Dossiers, koordiniere Akkreditierungen unserer Partner*innen für UN-Events und entwickle eine übergreifende UN-Grand Strategy, mit der wir unsere Advocacy-Arbeit auf multilateraler Ebene zukunftsfähig ausrichten. Gleichzeitig treibe ich die strukturelle Mittelakquise weiter voran, damit unsere inhaltliche Tiefe auf einer stabilen finanziellen Basis ruht.
So schließt sich der Kreis: Die fachliche Exzellenz aus der CPA-Weiterbildung, die praxisorientierte Feuertaufe im Praktikum und meine aktuelle Schlüsselrolle als Referent der Geschäftsführung greifen ineinander – stets mit dem Ziel, bedrohten Gemeinschaften eine wirkungsvolle Stimme auf höchster internationaler Ebene zu verleihen.
Wenn ihr mehr über die Arbeit der GfbV im Allgemeinen oder meinen Aufgabenbereich im Speziellen wissen wollt, kontaktiert mich gern über LinkedIn oder unterg.hofert@gfbv.de.
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