Erfolgsstory KUR 2020: Carolin Fornaçon

Von Januar bis Juli 2020 habe ich die Weiterbildung zur Koordinatorin für Klimaschutz und Ressourcenmanagement (KUR) bei der GNE absolviert.

Ich bin Geographin und habe schon während des Studiums sehr viel über den Treibhauseffekt und den Klimawandel erfahren. Nach dem Studium habe ich zunächst im Rahmen einer Promotion im Bereich Walddiversität geforscht. Thematisch war mein Projekt eher der Grundlagenforschung zuzuordnen, was die Jobsuche nach der Promotion nicht gerade leicht machte. Gerne wollte ich wieder praxisorientierter arbeiten. Dieser Wunsch erfüllte sich als Koordinatorin für ein Verbundprojekt zur Bodenschutzkalkung an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen. Diese Tätigkeit verschaffte mir Einblicke in die forstliche Praxis, allerdings war ich auch hier immer noch im klassischen Forschungsbetrieb tätig und mit dem Erheben, Auswerten und Veröffentlichen von Daten beschäftigt. Danach wollte ich eine richtige berufliche Veränderung. Zeitgleich wurde in den Hitzejahren 2018 und 2019 der Klimawandel nun auch in Deutschland spürbarer. Da war für mich die berufliche Neuorientierung klar. Ich wollte aktiv und direkt im Klimaschutz arbeiten.

Um mich hinreichend für einen Job im Klimaschutz zu qualifizieren brauchte ich aber eine Weiterbildung und so kam ich zur GNE und entschied mich für den KUR-Kurs. In der Seminarphase habe ich inhaltlich einen enormen Input bekommen. Die GNE bietet den Teilnehmern zahlreiche Dozenten aus den unterschiedlichsten Themenfeldern. Vieles kann natürlich erst einmal nur einen Einstieg ermöglichen, dafür bekommt man aber einen guten Überblick und kann sich sehr gut ein Netzwerk aufbauen. Die Seminarphase wurde dann im März von der Corona-Pandemie überschattet. Nach einer kurzen Orientierungspause ging es dann per Online-Seminar weiter. Inhaltlich hatte man hier erst einmal keine Einbußen, aber der fehlende persönliche Kontakt zu den anderen Teilnehmern war schon schmerzlich und verhinderte den Austausch und das weitere Zusammenwachsen der Gruppe.

In meinem Praktikum wollte ich ursprünglich ins Klimaschutzmanagement der Stadt Göttingen. Leider war für den Zeitraum Mai bis Juli 2020 der Praktikumsplatz schon vergeben. So kam ich zum Ingenieurbüro Blumberg in Bovenden. Herr Blumberg ist der Dozent zum Thema „Biologische Abwasserreinigung“. Was ich im Seminar und später auch im Praktikum so spannend fand, waren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Sumpfpflanzen zur Klimafolgenanpassung. Im Praktikum beschäftigte ich mich intensiv mit Sumpfpflanzendächern als einer Gründachvariante mit enormer Verdunstungsleistung und damit Kühloption für überhitzte Innenstädte.

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung habe ich mich insbesondere auf Stellen im Klimaschutz in meiner Region beworben. Nach wenigen Wochen hat es endlich geklappt und ich bin ab Februar 2021 die Klimaschutzmanagerin für den Landkreis Northeim. Hier liegt schon ein Klimaschutz-Teilkonzept zu Erneuerbare-Energie-Potentialen vor. Meine Aufgabe wird es zunächst sein ein Integratives Gesamtkonzept zu erstellen und erste Maßnahmen umzusetzen. Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in diesem Job, auf den ich so lange hingearbeitet habe. Ich bin mir sicher, dass meine Qualifizierung zur „Koordinatorin für Klimaschutz- und Ressourcenmanagement“ bei der GNE maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich der Landkreis für mich entschieden hat.

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